Heute
Vom Schiff in Assuan geht es erst zum Damm und dann weiter zur Tempelinsel Philae.
Assuan · Ausflugstag
Nasser-See · Philae · Schiff
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Nach dem Frühstück geht es vom Schiff erst hinauf zum Assuan-Hochdamm. Danach steigen wir in ein Motorboot und fahren über das Wasser zur Insel Agilkia, auf der heute der Tempel von Philae steht.
Vom Schiff in Assuan geht es erst zum Damm und dann weiter zur Tempelinsel Philae.
Heute warten ein weiter Blick, eine Bootsfahrt und ein Tempel auf einer Insel auf dich.
Von hier schaut man auf den Nil auf der einen und auf den riesigen Nasser-See auf der anderen Seite.
Ein kleines Boot bringt uns über das Wasser nach Agilkia, der neuen Insel von Philae.
Der Tempel steht heute auf einer autofreien Insel und fühlt sich dadurch fast wie ein geheimer Ort an.
Assuan fühlt sich ganz anders an als die Tage davor. Heute siehst du einen riesigen See, fährst mit dem Boot zu einer Insel und entdeckst einen Tempel, der Stein für Stein gerettet wurde.
Oben merkt man erst, wie gewaltig der See im Süden eigentlich ist.
Das Motorboot zur Insel ist oft der aufregendste Teil des ganzen Ausflugs.
Philae wurde in viele Teile zerlegt und auf einer höheren Insel neu aufgebaut.
Frühstück auf dem Schiff, Bus zum Hochdamm, kurzer Transfer zum Anleger, Boot zur Insel, Tempelbesuch und mittags zurück.
Nicht zuerst der Tempel, sondern oft schon das kleine Motorboot und das Wasser rundherum bleiben im Kopf.
Auf den Wänden kann man heute nach Falken, Löwen, Schlangen und sogar Skarabäen suchen.
Nach dem Frühstück geht es direkt vom Nil-Schiff in Assuan los. Ein klimatisierter Bus bringt uns zuerst zum Assuan-Hochdamm. Dort halten wir kurz an und schauen in zwei ganz verschiedene Richtungen: auf den Nil und auf den riesigen Nasser-See.
Danach fahren wir noch ein kleines Stück weiter zum Bootsanleger zwischen dem alten und dem neuen Damm. Dort wartet schon ein typisch ägyptisches Motorboot.
Die Überfahrt zur Insel Agilkia dauert nur ungefähr fünfzehn Minuten, ist aber oft das Highlight des ganzen Ausflugs. Der Wind, das Wasser und die Felsen machen die Fahrt spannend, obwohl sie gar nicht lang ist.
Auf der Insel erkunden wir gemeinsam mit dem Guide den Tempel von Philae. Dafür bleibt genug Zeit, damit du überall schauen und entdecken kannst.
Zum Schluss geht es mit dem Boot zurück ans Festland und dann mit dem Bus wieder zum Schiff, meist genau rechtzeitig zum Mittagessen.
Philae ist kein Tempel mitten an einer staubigen Straße, sondern ein Tempel auf einer ruhigen Insel ohne Autos. Dadurch fühlt sich alles entspannter an. Es gibt Säulengänge, Schatten und Ecken zum Entdecken.
Noch spannender ist die Rettungsgeschichte: Der Tempel stand früher auf einer anderen Insel und wäre im Wasser fast verschwunden. Deshalb wurde er wie ein riesiges Lego-Set in viele Teile zerlegt, nummeriert und auf der höheren Insel Agilkia wieder aufgebaut.
Wenn du diese Geschichte kennst, schaust du plötzlich ganz anders hin. Dann ist der Tempel nicht nur alt und schön, sondern auch ein Ort, den Menschen mit viel Geduld gerettet haben.
Auch der Damm davor sorgt für Staunen. Der Nasser-See ist so groß, dass er weit nach Süden reicht. So merkst du schnell, wie mächtig Wasser in Ägypten sein kann.
Auf den Reliefs des Tempels kannst du heute wunderbar auf Tiersuche gehen. Besonders gut lassen sich Falken, Löwen, Schlangen und heilige Käfer entdecken.
Weil der Tempel der Göttin Isis geweiht ist, taucht auch ihr Sohn Horus immer wieder auf. Er ist der Gott mit dem Falkenkopf. Das macht die Wände fast zu einem steinernen Bilderbuch.
Wenn du genau hinschaust, findest du vielleicht sogar einen Skarabäus. Dann hat auch Khepri an diesem Tag wieder eine kleine Spur hinterlassen.
Wenn du Katzen magst, ist Philae ein besonders schöner Ort. Zwischen Säulen, Steinen und schattigen Mauern tauchen dort oft echte Tempelkatzen auf.
Philae war der wichtigste Tempel der Göttin Isis, der Beschützerin von Familie und Zuhause.
Schon früher hielten Katzen Mäuse, Ratten und sogar Schlangen von Vorräten und Gebäuden fern.
Oft sehen die Katzen so aus, als würden sie noch heute über die Insel aufpassen.
Auf der kleinen Nilinsel lebten schon vor mehr als zweitausend Jahren Katzen. Für die Priester waren sie wichtige Helfer im Tempelalltag.
Noch heute liegen Katzen dort im Schatten, laufen über alte Steine oder sitzen ganz entspannt in den Höfen zwischen den Besuchern.
Halte Ausschau zwischen Säulen, Mauern und Stufen. Vielleicht entdeckst du eine Katze, die aussieht, als gehöre ihr der ganze Tempel.
Katzen waren im alten Ägypten sehr geschätzte Tiere. Sie standen für Schutz, Glück, Geborgenheit und ein sicheres Zuhause. Deshalb passen sie wunderbar zu einem Tempel, der der Göttin Isis geweiht war.
Viele Guides scherzen heute, dass die Katzen glauben, ihnen gehöre der Tempel. Und ehrlich gesagt sieht es manchmal wirklich so aus.
Das ist eine schöne Vorstellung: kleine Katzen, die schon seit sehr langer Zeit auf die alten Mauern aufpassen und sich zwischen Säulen und Steinen ihren Lieblingsplatz suchen.
Khepri meint: Heute lohnt sich eine ganz besondere Suche. Schau auf Stufen, in schattige Ecken und zwischen die Säulen. Vielleicht entdeckt ihr eine Tempelkatze, die sich dort ausruht.
Wenn du eine Katze findest, kannst du dir merken, wo sie saß: eher im Schatten, auf warmem Stein oder mitten im Hof. So wird aus dem Tempelbesuch eine kleine Katzen-Expedition.
Und wenn gerade keine Katze zu sehen ist, bleibt immer noch die beste Philae-Idee: Vielleicht macht sie irgendwo zwischen den alten Mauern gerade ein Nickerchen.
Vielleicht hast du dich schon gefragt, warum man auf einer Nilkreuzfahrt eigentlich keine wilden Krokodile sieht. Die Antwort hat mit dem großen Damm von Assuan zu tun.
Der große Damm ist wie eine riesige Tür im Fluss. Südlich davon leben Krokodile, nördlich fast keine mehr.
Die alten Ägypter verehrten Sobek, einen Gott mit Menschenkörper und Krokodilkopf.
Nilkrokodile können länger als fünf Meter werden. Das ist ungefähr so lang wie ein kleiner Lieferwagen.
Der Assuan-Staudamm ist für Krokodile eine echte Grenze. Boote kommen hindurch, wilde Krokodile aber nicht einfach vorbei.
Die Nilkreuzfahrten fahren nördlich des Damms. Die meisten wilden Krokodile leben dagegen im Nassersee südlich davon.
Der See ist über fünfhundert Kilometer lang und gehört zu den größten künstlichen Seen der Welt. Dort finden Krokodile viele ruhige Buchten.
Stell dir den Assuan-Staudamm wie eine riesige Flusstür vor. Südlich davon beginnt der Nassersee, und dort leben viele Nilkrokodile. Nördlich des Damms gibt es im Nil dagegen praktisch keine wilden Krokodile mehr.
Genau deshalb siehst du auf einer Nilkreuzfahrt fast nie welche. Das Schiff fährt auf dem nördlichen Abschnitt des Nils, während die Krokodile weiter südlich im Nassersee zuhause sind.
So wird der Damm nicht nur zu einem riesigen Bauwerk, sondern auch zu einer unsichtbaren Tiergrenze mitten im Fluss.
Die alten Ägypter kannten Krokodile natürlich sehr gut. Sie verehrten sogar den Krokodilgott Sobek. Er hatte einen Menschenkörper und einen Krokodilkopf.
Sobek stand für Kraft, Schutz und den lebenswichtigen Nil. Die Menschen hatten also Respekt vor Krokodilen und fanden sie gleichzeitig beeindruckend genug für einen eigenen Gott.
Ein Nilkrokodil kann über fünf Meter lang werden, viele hundert Kilogramm wiegen und sehr alt werden. Allein diese Größe sorgt schon für große Augen.
Als der große Staudamm gebaut wurde, stieg das Wasser immer höher. Dadurch wären berühmte Tempel wie Philae oder Abu Simbel fast verloren gegangen.
Deshalb wurden sie Stein für Stein abgebaut und an höherer Stelle wieder aufgebaut, fast wie ein riesiges Puzzle. So stecken in dieser Gegend nicht nur Wasser und Felsen, sondern auch eine echte Rettungsgeschichte.
Reisetag 6 · eine Seite
Buchseite 08: Sechster Reisetag in Assuan mit Nasser-See und Philae-Tempel vom Nilkreuzfahrtschiff aus.

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